Sonntag, 4. Dezember 2016

Erdbeer-Hefeteigschnecken mit Vanilleglasur

Ich weiß, ich bin die treuloseste Tomate auf Erden. Ich hätte eigentlich schon längst etwas veröffentlichen sollen, hab Meal Prepping Friday groß angekündigt und hab die letzten Wochen gar nichts gepostet. *hust* Ich entschuldige mich in aller Form, aber ich hab mich zeitlich total verkalkuliert und bin leider zu nichts gekommen. Das Projekt verschiebe ich daher ins nächste Jahr. Um Euch milde zu stimmen habe ich heute dafür ein mega tolles Rezept für Euch. Mit ganz viel glücklich machenden Kalorien, nämlich Erdbeer-Hefeteigschnecken mit Vanilleglasur. Das Rezept macht überhaupt keine Mühe, braucht nur wenige Zutaten und hatte ich schon die glücklich machenden Kalorien erwähnt?



Ein Traum von Soulfood und genau richtig für gemütliche Sonntage. Da gerade keine Erdbeersaison ist, habe ich tiefgekühlte Erdbeeren verwendet, in der Saison funktioniert das aber auch sehr gut mit frischen Erdbeeren. 

Die Zutaten

Für den Hefeteig

500 g Mehl
75 g Butter
250 ml Milch
1 Ei
1 Päckchen Trockenhefe
3 EL Zucker
1 Prise Salz

Für die Füllung

1 Pk. gefrorene Erdbeeren
1 EL Zucker
1 TL Speisestärke

Für die Glasur

Puderzucker n. B.
Milch n. B.
1 Schuss Vanille-Extrakt





Die Zubereitung

Erdbeeren auftauen. Für den Hefeteig lauwarme Milch in eine Schüssel geben, Trockenhefe und Zucker hinzfügen und umrühren. Danach Mehl, Salz und das Ei und weiche Butter hinzufügen und Das Ganze zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Erbeeren klein schneiden, in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Zucker und Speisestärke hinzufügen und noch weitere 1-2 Minuten rühren. Sobald die Masse sämig und streichfest geworden ist zur Seite stellen und abkühlen lassen. 



Hefeteig nach dem Gehen zu einem Rechteck ausrollen. Erdbeerfüllung auf dem Hefeteig verteilen und dabei gut 2-3 cm Abstand vom Rand halten, damit die Füllung beim Rollen nicht überall rausläuft. Dann vorsichtig zu einer festen Rolle rollen und mit einem scharfen Messer ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. In eine geeignete Auflaufform geben. Das Ganze mit etwas Milch bestreichen und bei 180°C ca. 25-30 Minuten backen. 



Vor dem Servieren noch eine Glasur aus Puderzucker, Milch und Vanille-Extrakt zusammenrühren und schon könnt Ihr reinbeißen. Ich mag die Hefeteigschnecken noch lauwarm. 


Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel


Sonntag, 13. November 2016

{Meal Prepping} Planung, Einkauf und Praxis Tipps

Ich bin mega begeistert, dass die neue Kategorie, die ich letzte Woche vorgestellt habe so gut bei Euch angekommen ist. Deshalb geht es diese Woche auch gleich mit dem zweiten Teil "Planung, Einkauf und Praxis-Tipps" weiter.

In meinem Einführungsbeitrag habe ich Euch erzählt, was Meal Prepping überhaupt ist, für wen dies geeignet sein könnte und was Euch im allgemeinen zu dem Thema auf meinem Blog erwartet. Eine Einführung eben. Wer erst jetzt "zuschaltet" kann den Beitrag hier nochmal nachlesen. Heute gehen wir einen Schritt weiter und beschäftigen uns mit der richtigen Planung, dem richtigen Einkauf und den nötigen Vorbereitungen. 



Die Planung

Zunächst müsst Ihr Euch entscheiden für wie lange und in welchem Umfang Ihr Eure Mahlzeiten vorbereiten möchtet. Nur Frühstück? Nur was zum Mitnehmen in die Arbeit? Ein komplettes Menü? Für den nächsten Tag oder doch alles für eine ganze Woche? Das ist alles von Eurer Zeit und Kapazität abhängig. Ich denke eine Routine kommt mit der Zeit und man findet seinen eigenen Rhythmus. Sobald Ihr Eure Rezepte für den Zeitraum, den Ihr benötigt festgelegt habt, ist es Zeit für eine Liste und dem Einkauf steht nichts im Wege.

Checkliste:

✔ Rezepte raussuchen
✔ Einkaufsliste erstellen


Der Einkauf

Es ist immer ratsam einen Vorrat an Lebensmitteln Zuhause zu haben, die immer und ständig gebraucht werden. Dazu zählen alle Nahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Salz, Öl, Milch oder Milchersatzprodukte, wenn Ihr Euch vegan ernährt, Butter etc. Ich denke Ihr wisst Bescheid was ich meine.  
Für alle anderen Lebensmittel, die Ihr frisch kaufen müsstet und die auf Euren wöchentlichen Speiseplan zugeschnitten sind, ist es gut einen festen Tag in der Woche für den Einkauf einzuplanen. Wichtig wäre nur, dass der Einkaufstag frei von anderen wichtigen Verpflichtungen ist, da Ihr an diesem Tag auch gleichzeitig Eure Vorbereitungen trefft, die über den Einkauf hinaus noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. 

Checkliste:

✔ Einmal in der Woche einkaufen
✔ Grundnahrungsmittel immer auf Vorrat zuhause haben
✔ Zeit nach dem Einkauf einplanen




Praxis Tipps

Wenn Ihr zurück vom Einkauf seid dann kann ich Euch den ersten wichtigen Praxis-Tipp geben. Normalerweise würde man den ganzen Einkauf wegräumen und dann erst die einzelnen Sachen wieder hervor holen, wenn man sie verarbeitet. Doch wer wirklich Zeit sparen möchte und sicher gehen möchte, dass auch alles verarbeitet wird, der krempelt die Ärmel hoch und räumt erst gar nichts ein, sondern verarbeitet es bereits soweit wie möglich. Kocht schon mal die Eier hart, wenn Ihr Rezepte mit hartgekochten Eiern für die Woche habt. Die halten sich wunderbar. Oder schält schon mal die Karotten und schneidet sie in Scheiben oder Würfel, je nachdem wie Ihr sie braucht. Separiert den Teil, den Ihr für Eure Rezepte an Eurem Meal-Prep-Tag braucht und portioniert den Rest für den Tiefkühler. Ich will Euch jetzt nicht mit Beispielen überstrapazieren, da ich im Rezepteteil dieser Reihe pro Lebensmittel detaillierter drauf eingehen werde, wollte Euch nur eine Idee geben was ich mit verarbeiten meine. Dies erleichtert Euren eigentlichen Meal-Prep-Tag nicht nur erheblich sondern sorgt schon im Voraus dafür, dass keine Reste übrig bleiben und gibt Euch außerdem einen Vorlauf für weitere Meal-Prep-Tage, wo Ihr wie in unserem Beispiel jetzt an Karotten gar nicht mehr denken müsst. Ihr habt sie nicht nur schon eingekauft sondern auch noch küchenfertig. Am Anfang ist das alles natürlich viel Arbeit und ermüdend, aber wenn Ihr das konsequent durchzieht, werden die Vorbereitungen immer weniger, da immer mehr bereits im TK portioniert warten wird. Das ist nicht nur effizient sondern Kosten sparend.

Checkliste:

✔ Einkäufe nicht gleich wegräumen sondern bereits für den Meal-Prep-Tag vorbereiten
✔ Reste ebenfalls vorbereiten und im Tiefkühler für spätere Vearbeitung aufbewahren


Meal Prep Tag

An diesem Tag sollte nun endgültig feststehen was Ihr kocht und für wie viele Portionen. Geht am Besten zuvor den Ablauf und die Reihenfolge der Gerichte durch, die Ihr kochen oder vorbereiten möchtet. So, dass es keine unnötigen Leerläufe oder Wartezeiten gibt, weil zum Beispiel der Ofen besetzt ist, obwohl Ihr ihn noch für ein anderes Rezept dringlicher gebraucht hättet etc. Bereitet Eure Aufbewahrungsboxen vor, legt Eure Utensilien raus und heizt den Backofen vor, wenn er gebraucht wird natürlich. Wenn Ihr auch nach dem Einkauf brav Eure Lebensmittel vorbereitet habt, statt sie wegzuräumen, dann habt Ihr jetzt sowieso nicht mehr viele Handgriffe ;) 

Checkliste:

✔ Rezepte bereitstellen
✔ Lebensmittel bereitstellen
✔ Küchenutensilien bereitstellen
✔ Aufbewahrungsboxen bereitstellen
✔ Reihenfolge der Zubereitungen festlegen
✔ Backofen vorheizen, falls nötig

Nützliche Utensilien

Abgesehen von den üblichen Küchenutensilien wird wer vieles vorbereitet auch einiges an Behältnissen brauchen. Die Investition lohnt sich aber. Am besten besorgt Ihr Euch luftdichte Boxen in verschiedenen Größen, die sowohl für die Gefriertruhe als auch für die Mikrowelle geeignet sind. Ob Plastik oder Glas bleibt Eure Entscheidung, ich würde Glas empfehlen, aber unbedingt darauf achten, dass sie für den Gefrierschrank auch geeignet sind, nicht dass sie zerspringen. Außerdem sind auch Ziplock-Beutel toll und wer einen Vakuumierer hat, der würde auch noch seine Freude mit haben :)
Für ambitionierte Meal Prepper wäre evtl. auch ein Einweck-Automat eine lohnende Anschaffung oder ein Dörrautomat, aber das geht schon jetzt viel zu weit und wäre was für die Pro-Edition^^. Wenn Ihr Interesse habt, können wir das alles später noch behandeln. Das Wichtigste wären wirklich erstmal die Aufbewahrungsboxen. ;)

Checkliste:

✔ Zip-Lock Beutel
✔ Luftdicht verschließbare Aufbewahrungsboxen in verschiedenen Größen, die Gefrierschrank und Microwellen geeignet sind
✔ Vakuumierer + Beutel (optional)
✔ Einweck-Automat (optional)
✔ Dörrautomat (optional)


So Ihr Lieben, mit der Theorie wären wir jetzt nach zwei Beiträgen durch, ab nächsten Freitag gibt es immer Freitags passende Rezepte, die gut vorzubereiten sind. Ich freu mich, wenn Ihr vorbei schaut.

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel


Sonntag, 6. November 2016

{Neue Kategorie} Meal Prepping






Ich freue mich, dass ich Euch heute endlich eine neue Kategorie auf meinem Blog vorstellen kann, was ich mir schon sooo lange vorgenommen habe. 

Wer einen Vollzeitjob hat oder auch zum Beispiel mit kleinen Kindern im Haushalt ganztags komplett ausgelastet ist, kennt sicherlich die Situation wie schnell man an seine Grenzen kommt, zumindest wenn man den Anspruch hat täglich frisch und gesund zu kochen. Wie oft kam ich schon übermüdet nach Hause und stand in der Küche mit zig Fragezeichen im Kopf. Eigentlich keine Lust mehr großartig zu kochen, der Magen hängt aber trotzdem auf Halbmast, vor lauter Stress konnte man sich am Tag auch keine Gedanken über Ideen machen, spontane Inspiration Fehlanzeige und für das was einem grade schmecken würde hat man natürlich wiedermal nicht alle Zutaten beisammen. Und wie oft ist das dann darin ausgeartet, dass man sich gedankenlos irgendwas reingestopft hat oder doch lieber Essen gegangen ist. Ersteres tut den Hüften nicht gut, Letzteres dem Geldbeutel nicht. 


Was ist Meal Prepping?


Meal Prepping ist sicherlich schon vielen ein Begriff, aber ich erkläre trotzdem ganz kurz worum es geht. In Amerika ist das schon lange kein Trend mehr sondern ein feststehender Begriff, der bereits in vielen Haushalten praktiziert wird. Im Grunde genommen heißt es nichts anderes, als dass man seine Gerichte für einen bestimmten Zeitraum bereits vorbereitet, manche sogar schon vorkocht, so dass man sie entweder mit einem kleinen Arbeitsschritt fertigstellen oder nur noch warm machen muss. Manche bereiten ihre Mahlzeiten für die nächsten 3-4 Tage vor, andere wiederum für die ganze Woche. Das ist absolute Geschmackssache oder vielleicht auch eine Frage von Zeit.

Welche Vorteile hat Meal Prepping?

Welche Vorteile Meal Prepping hat, liegt auf der Hand. Man muss nicht jeden Tag auf's Neue überlegen, was man kochen möchte. Man kann seine Einkäufe effizienter gestalten. Kauft sich nichts Unnötiges, spart dabei Geld und muss am Ende auch nichts wegschmeißen. Außerdem kann man auch hervorragend kontrollieren was man isst, für genug Abwechslung sorgen, oder wenn man eine gewisse Ernährungsform oder eine Diät verfolgt, alles entweder nach Nährwerten (Kohlenhydrate, Proteine etc.) oder nach Kalorien passend portionieren. Nicht zu vergessen die immense Zeiteinsparung. Und was auch nicht ganz unwesentlich ist, man spart natürlich auch ganz viel Energie. 

Gut, gewonnen - ich sag Euch was der eigentliche Vorteil von Meal Prepping ist. Ihr steht nicht mit einem knurrenden Magen in der Küche. Ihr reißt nicht den Kühlschrank auf, holt Euch da keine Eiscreme aus Verzweiflung raus, haut da auch keine Karamellsauce drüber, um im nächsten Moment eine Chipstüte aufzureißen, sie komplett zu leeren und als ob das nicht schon genug wäre noch einen riesen Löffel Nutella in den Mund zu schieben, den Mund noch weiter aufzureißen, um den freien Hohlraum noch mit Sprühsahne zu füllen. Nicht, dass ich da jemanden kennen würde, der sowas tun würde. Wir reden natürlich nur theoretisch drüber. *hust* 


Was Euch erwartet hier demnächst?


Regelmäßig werde ich Euch Tipps und Tricks verraten, wie man Lebensmittel am Besten lagert, verarbeitet und dabei nicht nur Zeit sondern Kosten spart. Ich zeige Euch welche Lebensmittel sich wie am Besten vorbereiten lassen, damit man nicht täglich in der Küche stundenlang stehen muss. Außerdem wird es viele Rezeptideen geben, die man am Vorabend für den nächsten Tag, am Wochenanfang für die nächsten Tage oder auch auf Vorrat für einen längeren Zeitraum vorbereiten kann. 

Ich hoffe meine neue Kategorie wird Euch gefallen, ich freue mich jedenfalls schon sehr drauf. Wer bereits tolle Ideen zum Vorkochen hat, darf sie gerne in die Kommentare schreiben, ich freue mich über neue Inspirationen.

Habt einen schönen Wochenstart und bleibt mir wie immer hungrig!

Eure Sibel

***

Kocht Ihr auch gerne saisonal? Hier ein paar Rezepte für die saisonale Küche im November zum Stöbern:






















Dienstag, 1. November 2016

Kartoffelliebe mit Chefkoch, ein Event das sich um die beliebteste Knolle dreht

Vor einiger Zeit war ich auf einem Kartoffel-Event bei Chefkoch in Bonn-Oberkassel eingeladen. Ein Ort, wohin man sich wohl nicht verirren würde, gäbe es Chefkoch nicht. :) 

Der ganze Tag drehte sich - Ihr ahnt es, um die Kartoffel. Nicht nur, dass es super spannend war in den heiligen Hallen von Chefkoch zu Besuch zu sein, es waren auch echte Kartoffel-Spezialisten von der Kampagne "Die Kartoffel - entdecke Ihre Stärke" anwesend, die uns soviel Verblüffendes über die Kartoffel erzählt haben, so dass ich mich fühlte als ob ich zum ersten mal von einer Kartoffel höre. Schon komisch wie selbstverständlich man ein Lebensmittel im Alltag konsumiert und in Wirklichkeit gar nicht so viel darüber weiß. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass 80% der angebauten Kartoffeln in Deutschland gar nicht käuflich sind, sondern direkt an die Industrie geliefert werden? Oder sind Euch je die farblichen Kennzeichnungen der Kartoffeln im Supermarkt aufgefallen? Blau steht für mehlig kochend, grün für festkochend und rot für vorwiegend festkochend.

Alle interessanten Fakten und alles Wissenswerte über die Wunderknolle könnt Ihr hier lesen. Auch sind sehr viele Rezepte rund um die Kartoffel gelistet, hier könnt Ihr nach tollen Kreationen stöbern.

Zurück zu unserem Event.
Angefangen haben wir den Tag mit einem Willkommensdrink bei dieser tollen Aussicht. Ich beneide die Chefkoch Mitarbeiter, um ihren Arbeitsplatz soooo sehr. Tolle Terrasse mit tollen Ausblick.



Dann ging es auch schon mit der Begrüßung und dem theoretischen Teil des Tages los. 

Besonders spannend fand ich das "taste testing" - denn wann kommt man schon als Otto-Normal-Verbraucher in den Genuss mehrere Kartoffelsorten auf einem Teller zu probieren und tatsächlich sich das erste Mal darauf einlassen zu können Unterschiede im Geschmack festzustellen. 



Man würde wahrscheinlich nicht mal auf die Idee kommen sich mehrer Sorten gleichzeitig zu kaufen und zu kochen. Ich hab jedenfalls dabei lernen dürfen, dass die Sorte "Gunda" meine Lieblingssorte ist. Endlich hat meine Lieblingskartoffel einen Namen. 



Im übrigen war auch die Industriekartoffel auf dem Teller und sie hat grausig geschmeckt. Es bleibt mir ein Rätsel, wie sie aus so einer Kartoffel schmackhafte Pommes und andere Kartoffelerzeugnisse herstellen. Ich will es ehrlich gesagt nicht so genau wissen, ahnen können wir denke ich alle woran das liegt :)

Außerdem war es mir auch ein wenig peinlich herauszufinden, das "vorwiegend festkochende" Kartoffeln nicht etwa ein Netz voller gemischter Sorten wäre in dem die festkochende Sorte die Mehrheit stellt *hust* - nein, das ist in der Tat eine eigene Kategorie, die die Kocheigenschaft beschreibt. Ein Zwischending zwischen mehlig- und festkochend quasi. Ja, ich weiß..ich schäme mich ja schon für meine Bildungslücke in Grund und Boden. Und das als Kartoffelliebhaber.^^

Zum Mittagskaffee gab es dann einen tollen schwedischen Kartoffelkuchen von Rachel. Ein Traum sag ich Euch.



Für weitere kulinarische Höhepunkte des Tages hat Rudy vom Domkapitel-Hof gesorgt, gemeinsam haben wir viele leckere Gerichte gezaubert, aber bevor es zum gemütlichen Verspeisen kam, hat er uns mit einer Engelsgeduld sehr viele Tricks gezeigt wie ein Profi mit Lebensmitteln in der Küche umgeht.



Inspiriert von dem schönen Tag habe ich Zuhause auch ein paar neue Kartoffelgerichte zubereitet, die ich in den nächsten Tagen mit Euch gerne teile. Bei mir ist ja echt keine Überzeugungsarbeit nötig gewesen, denn ich liebe die Kartoffel in allen Formen und Farben und in jedem Gericht. Ich könnte Kartoffeln täglich essen und mir würde das nicht zu fad werden.

Aber dazu in den nächsten Postings mehr, heute lasse ich Euch mal an dem teilhaben, was wir vor Ort alles verköstigt haben.

Eröffnet haben wir das Menü mit einem köstlichen Salat mit Trüffel-Kartoffel-Espuma.




































Danach gab es eine gefüllte Dorade mit mediterranem Gemüse. Die Dorade musste ich verschenken, da ich ja selbst keinen Fisch esse, aber es gab willige Abnehmer. Ich habe mich mit der Füllung begnügt, war aber auch sehr lecker. 




































Der 3. Gang war eine Sous-Vide gegarte Kartoffel mit fermentierter Yuzu. Das ist eine fermentierte Orange, die der Kartoffel ein tolles Aroma abgegeben hat.






































Als vorletzten Gang hatten wir den Kalbsrücken mit Kartoffel-Baumkuchen. Der Baumkuchen war mit einem sehr großen Aufwand herzustellen, da man alle Schichten einzeln ausbacken musste, aber die Mühe hat sich wirklich gelohnt.




Letzer Gang, das Dessert: Mango Kartoffeln. Ich habe zwar nur zwei Bissen geschafft, weil wir auch schon zur Bahn sprinten mussten, aber ich wäre am Liebsten noch geblieben, so toll war es.






































Es war ein tolles, gelungenes Event mit tollen Bloggern, toller Location und tollen Gastgebern. Danke Chefkoch für die Einladung! 

Mit dabei waren außerdem: 

Petra von Holla die Kochfee
Maja von moey's kitchen
Bianca von Kleine, feine Köstlichkeiten
Ben & Theres von gernekochen
Dörthe von ars textura

Daniela von Danielas Foodblog
Vanessa von Wat gibbet

Lars Spickers von Color of Food

Hier findet Ihr im übrigen auch den Nachbericht von Chefkoch.

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel

Sonntag, 30. Oktober 2016

Pochierte Eier mit Knoblauch-Joghurtsauce und Paprikaschaum

Also mit pochierten Eiern lockt man heutzutage keinen einzigen Blogleser hinterm Ofen vor. Mit pochierten Eiern gewinnt man sicherlich auch keinen Blumentopf. Ein alter Hut. Ein Rezept von gestern. Ich sehe Euch schon gähnen.

Ha! Das dachten sich die lieben Teilnehmer vom diesjährigen Chefkoch Foodcamp in Nürnberg auch, als ich meine Session "türkisches Fingerfood" zum Besten gab. Bis, ja bis ich eben mit der Knoblauch-Joghurtsauce und dem Paprikaschaum um die Ecke kam.

Nein, kein Halloween-Scherz, das ist mein ernst. Ihr habt richtig gehört. Pochierte Eier mit Knoblauch-Joghurtsauce und Paprikaschaum oder auf türkisch Çılbır (ausgesprochen: Tschlbr). Was wie ein Unfall klingt, wurde von vielen Teilnehmern als das Highlight meines Workshops benannt. Ich hielt das Rezept einfach für viel zu banal, um es hier zu posten, aber nachdem es live sooo gut ankam, dachte ich mir, ich mache es doch.

Die Herstellung ist denkbar einfach und das Ergebnis so köstlich. 

Pochierte Eier mit Knoblauch-Joghurt-Sauce und Paprikaschaum


Die Zutaten

4 Eier
1 EL Essig
125 gr. Joghurt (Sahnejoghurt mit 10% Fett)
2 Zehen Knoblauch
Salz & Pfeffer
2 EL Butter
2 TL Paprikapulver

Die Zubereitung

Einen Topf mit 1 Liter Wasser füllen, Essig hinzufügen und zum kochen bringen. Topf vom Herd nehmen. Eier aufschlagen, im Ganzen in den Topf geben, sie ca. 6 Minuten garen. In der Zwischenzeit Knoblauchzehen pressen, in eine Schüssel mit dem Joghurt geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pochierte Eier aus dem Topf nehmen in einem Glas oder auf einem Teller anrichten. Joghurt-Knoblauch-Sauce drüber geben. In einer kleinen Pfanne Butter zerlaufen lassen, Paprikapulver hinzufügen und in der Butter schwenken, bis es schön aufschäumt. Paprikaschaum über das Gericht träufeln. 



Tipp

Bevor Ihr die Eier in den Topf zum Garen gebt, rührt das Wasser mit einem Kochlöffel oder mit einem Schneebesen in eine Richtung, so dass in der Mitte ein Strudel entsteht und gebt die Eier direkt in den Strudel hinein. Das sorgt dafür, dass das Eiweiß sich schön um das Eigelb legt und die pochierten Eier nicht gar so fransig werden. 

Variationsmöglichkeit

Wer keine Eier mit flüssigem Eigelb mag, der kann die Eier statt sie zu pochieren auch hart kochen und die Knoblauch-Joghurtsauce sowie den Paprikaschaum über in Scheiben geschnittene, gekochte Eier geben. Schmeckt genauso lecker!






Auch wenn die Kombi sehr komisch klingen mag, probiert es unbedingt mal. Ihr werdet es mögen!



Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel

Montag, 12. September 2016

Himbeer-Sahne Likör ~ Sommer im Pinnchen

Hatte ich nicht eigentlich vor fast einem Monat die Sommerpause auf Insane in the Kitchen für beendet erklärt? ^^ Ihr seht ich bin in die Verlängerung gegangen, konnte ja keiner ahnen, dass 2016 uns noch so einen schönen Spätsommer beschert. Das musste unbedingt ausgenutzt werden, denn ich bin ein Sommerkind durch und durch.

Tine von Pottlecker hat es aber geschafft mich von meiner Sonnenliege in die Küche zu zerren. Sie wusste natürlich auch wie sie mich kriegen kann. Sie fragte mich, was ich denn vom Sommer im Pinnchen halten würde? Sommer im Pinnchen steht nämlich für "den Geschmack des Sommers in einer Flasche einfangen, Hochprozentigen reinschütten und sich danach schön einen löten". Hach, also Sommer konservieren und den bevorstehenden Winter schön saufen - als ob man mich da zweimal fragen müsste. ^^


Ihr könnt Euch auf eine tolle Blogparade freuen, deren Gastgeber aber nicht nur Tine, sondern auch Katti von Pottgewächs sind. Jeden Tag kommt unter dem Motto ein neuer Beitrag von ganz vielen tollen Bloggern und das Ganze findet ab heute bis zum 26.09.2016 statt. 

Wie Ihr feststellen könnt, hab ich die Ehre die Blogparade zu eröffnen *knicks*. Da ich von der Zusage bis jetzt nicht sooooo viel Vorlauf hatte, als dass ich was ordentliches ansetzen könnte, welches 6 Wochen vor sich hin reift und zieht, musste ich also etwas präsentieren, was ganz ohne Vorbereitungen auskommt, sofort genießbar ist und trotzdem was her macht. 

So bin ich auf diesen leckeren Himbeer-Sahne-Likör gekommen. In der Tat mach ich den immer gerne wenn Gäste kommen. Den kann man nämlich wirklich unkompliziert zubereiten und er schmeckt einfach jedem. 

Die Zutaten

200 gr. Himbeeren
100 gr. Zucker
100 ml Wasser
100 ml Vodka
200 ml Sahne



Die Zubereitung

Himbeeren, Zucker und Wasser in einen Blender geben und mixen. Das Ganze durch einen feinmaschigen Sieb geben. Sahne und Vodka hinzufügen und gut verrühren. In sterilisierte Flaschen geben und mehrere Stunden vor dem Servieren kalt stellen. Im Kühlschrank hält sich das Ganze gut 2-3 Wochen, allerdings sollte man auf Sauberkeit achten und vorsichtig sein, da hier auch Sahne im Spiel ist, was leichter mal kippen kann. 

Tipps

Ich mag den Likör sehr cremig, wem das zu dickflüssig ist, kann natürlich nach Belieben mehr Flüssigkeit hinzufügen, um in dünner zu machen. Ob dies Vodka oder Wasser ist, entscheidet natürlich Ihr ;) 



Variationsmöglichkeiten

Man kann natürlich jegliche Beerenfrucht zu diesem Likör verarbeiten. Wenn man sie in Eisförmchen gießt kann man sie auch wunderbar als Eis für Erwachsene verwerten. 

Das Rezept ist wie Ihr seht super einfach, ich hoffe es hat Euch trotzdem gefallen. Morgen geht es mit Haydee von Zauberhaft Wohnen weiter. Ich bin selbst gespannt was sie uns mitbringt. 





Bleibt mir durstig!
Eure Sibel






Mittwoch, 17. August 2016

{ Vom Grill } Quark-Frikadellen mit Gurken-Melonen-Salat

*enthält Werbung für Gervais


Meine Sommerpause auf Insane in the Kitchen ist vorbei und ich freue mich gleich mit einem köstlichen Rezept starten zu können, welches wir im Hause Insane in letzter Zeit öfter gemacht haben. Die Sonne war zwar wie ein trotziges Kind, die nur nach Lust und Laune hinter den Wolken hervorguckte, aber das hat uns vom reichlichen Grillen nicht abgehalten. 




Als Gervais* mich fragte, ob ich Lust auf eine Kooperation zum Thema Grillen hätte, war das also genau mein Ding. Bekommen habe ich ein Paket mit Kräuterquark und gebe zu, dass ich lange überlegt habe, wie ich den passend zum Motto im Rezept verwenden könnte. Natürlich fallen einem auf Anhieb die obligatorischen Dips und Dressings ein, dazu passt der Kräuterquark von Gervais als Basis auch wunderbar, aber ich wollte mal was anderes probieren. 

Also habe ich mich entschieden zu experimentieren und habe sie kurzerhand in die Hackfleischmasse der Frikadellen gegeben, als wir wiedermal einen Grillabend vorbereiteten. Köfte, so heißen die Frikadellen ja auf türkisch, gehören zu meinen Lieblingsgerichten, insbesondere wenn sie gegrillt werden. Da aber Quark in der türkischen Küche gänzlich unbekannt ist, hatte ich das auch so noch nie probiert und war unglaublich gespannt, wie sie schmecken werden. 

Und was soll ich sagen, sie sind unglaublich saftig und aromatisch geworden. Mr. Insane war so begeistert, dass er seine Köfte nur noch so zubereitet haben möchte. Ich kann sie wirklich wärmstens empfehlen, also nichts wie ran an das Rezept, bevor der Sommer um ist :)





Die Zutaten

250gr. Rinderhack
1 kleine Zwiebel
1 Ei (Klasse M)
2 EL Kräuterquark (z.B. von Gervais*)
1 EL gehackte Petersilie
1 TL Paprikapulver
1 TL Knoblauchpulver
Salz & Pfeffer

Die Zubereitung

Die Zwiebel sehr fein hacken und in eine Schüssel geben. Alle übrigen Zutaten ebenfalls in die Schüssel geben und gut mit den Händen vermengen. Hackfleischmasse abgedeckt im Kühlschrank eine halbe Stunden ruhen lassen. Anschließend Frikadellen daraus formen. Wem die Masse zu locker ist, kann noch Paniermehl hinzufügen. Ich mach das nicht und bin lieber etwas vorsichtiger beim Wenden des Grillguts. Kurz bevor ich sie auf den Grill gebe, bestreiche ich sie noch mit etwas Öl ganz leicht. Wer allerdings keinen Grill hat oder die Frikadellen auch bei schlechtem Wetter im Alltag genießen will, kann sie auch in einer gefetteten Grillpfanne zubereiten. Schmeckt genauso gut. 




Tipp

Als Beilage habe ich eine viertel Wassermelone und eine halbe Gurke in Würfel geschnitten. Da für die Frikadellen nur 2 EL vom Kräuterquark benötigt wurden, aber die Packung 150gr. enthält, habe ich daraus noch ein Dressing angerührt in dem ich etwas Zitronensaft, fein gehackte Zwiebeln und 2-3 EL milden Joghurt untergerührt habe. Kann man wunderbar über den Salat geben. Man kann den Rest aber natürlich auch so als Dip verwenden. 


Ich hoffe Euch hat das Rezept gefallen und freue mich über ein Feedback, wenn Ihr es ausprobiert habt. Noch mehr leckere Rezepte mit Gervais Produkten findet Ihr auf ihrer Seite in der Rubrik "Unsere Rezepte". Lieben Dank auch an dieser Stelle an Gervais für die freundliche und angenehme Kooperation. 


Bleibt mir hungrig!

Eure Sibel